GEO FÜR ONLINESHOPS
Produktdaten für die KI-Suche: So prüfst du deinen Onlineshop
Wenn jemand einen Rucksack für den täglichen Arbeitsweg sucht, reichen ein schöner Produktname und ein großes Foto kaum aus. Maße, Gewicht, Material und Innenaufteilung helfen bei der Auswahl. Für deinen Shop beginnt die Vorbereitung auf KI-Suche deshalb bei verständlichen, aktuellen Produktinformationen. Google verlangt für seine KI-Suchfunktionen keine besondere Textdatei und kein zusätzliches KI-Markup. Googles Leitfaden zur KI-Suche
Kurzüberblick
- Beantworte Kaufentscheidungsfragen mit belegbaren Produkteigenschaften und klaren Einsatzgrenzen.
- Gleiche Preis, Bestand und Varianten zwischen Produktseite, strukturierten Daten und vorhandenem Feed ab.
- Prüfe Crawler-Zugang und technische Ausgabe. Eine bestandene Prüfung garantiert keine Empfehlung.

1. Die wichtigsten Kaufentscheidungen beantworten
Starte mit einer Produktkategorie. Sammle Fragen aus echten Kundenanfragen, Retourengründen und Beratungsgesprächen, soweit dir diese Informationen vorliegen. Ordne jeder Frage eine verlässliche Antwort zu. Bei Taschen können das Abmessungen, Eigengewicht, Verschluss, Pflege und die Größe des Laptopfachs sein. Bei Möbeln wären etwa Belastbarkeit, Aufbau und geeignete Untergründe relevant.
Schreibe die Angaben auf die Produktseite. Erkläre auch Grenzen: Welche Geräte passen tatsächlich hinein? Ist ein Material wasserabweisend oder wasserdicht, und worauf beruht die Aussage? Übernimm Eigenschaften nur, wenn du sie anhand der Herstellerangaben oder eigener dokumentierter Prüfungen bestätigen kannst. Unser Vorschlag für den Einstieg: Vergleiche fünf häufig verkaufte Produkte derselben Kategorie und notiere fehlende oder widersprüchliche Angaben.
2. Sichtbare Angaben und strukturierte Daten abgleichen
Strukturierte Daten beschreiben Produkte in einem festgelegten Format. Für Seiten, auf denen Kunden direkt kaufen können, dokumentiert Google sogenannte Merchant Listings mit Product und Offer. Sie können unter anderem Preis, Verfügbarkeit sowie Versand- und Rückgabeinformationen enthalten. Das macht eine Seite für entsprechende Darstellungen geeignet; eine Anzeige ist damit nicht zugesagt. Googles Anforderungen für Händlerangebote
Kontrolliere die tatsächlich ausgegebenen Daten deiner Seite. Eine App-Einstellung allein belegt keine korrekte Ausgabe. Google verlangt aktuelle Informationen, die zum sichtbaren Inhalt passen. Zeichne keine erfundenen Sternebewertungen oder Eigenschaften aus. Richtlinien für strukturierte Daten
| Angabe | Prüffrage |
|---|---|
| Preis und Währung | Steht überall der aktuelle Preis der gewählten Variante? |
| Verfügbarkeit | Entspricht die Angabe dem tatsächlich bestellbaren Bestand? |
| Produktbild | Zeigt es genau die beschriebene Farbe oder Ausführung? |
| Versand und Rückgabe | Passen die Angaben zu Lieferland und geltenden Shopbedingungen? |
3. Varianten eindeutig zuordnen
Ein schwarzer Rucksack mit 18 Litern und ein grüner mit 26 Litern brauchen unterscheidbare Informationen. Google beschreibt dafür ProductGroup: variesBy nennt die Unterschiede, hasVariant verbindet die Varianten und productGroupID bezeichnet die Gruppe. Die Dokumentation zeigt Beispiele für Varianten auf einer gemeinsamen Seite und auf getrennten Seiten. Wähle die Umsetzung, die zur tatsächlichen Struktur deines Shops passt. Google zu Produktvarianten
Öffne die Variantenlinks anschließend selbst. Prüfe Bild, Auswahl, Preis und Warenkorb. Ein korrekter Gruppenname hilft wenig, wenn der Link wieder auf einer anderen Ausführung landet.
4. Den Produktfeed mitprüfen
Google unterstützt Produktinformationen über strukturierte Daten auf der Website, einen Feed im Merchant Center oder beides. Wenn du einen Feed verwendest, vergleiche ihn mit den Produktseiten. Nutze dieselben tatsächlich vorhandenen Produktkennungen und korrigiere Preis- oder Bestandsabweichungen an ihrer Quelle. Google zu Produktdaten und Feeds
5. Zugang und Ausgabe testen
Für ChatGPT Search ist OAI-SearchBot zuständig. OpenAI beschreibt seine Freigabe unabhängig von GPTBot, der Inhalte für mögliches Modelltraining abruft. Prüfe neben robots.txt auch, ob dein Hosting oder deine Firewall die veröffentlichten Suchcrawler-IP-Bereiche blockiert. Freigabe schafft Zugang, keine Empfehlung. OpenAI zu seinen Crawlern
Teste die bearbeiteten Seiten mit Googles Rich Results Test und der URL-Prüfung in der Search Console. Dokumentiere Fehler und Korrekturen. Google empfiehlt diesen Ablauf für strukturierte Händlerdaten. Ein bestandener Test bestätigt dabei die technische Prüfung, keine künftige Platzierung. Googles Anleitung zur Prüfung
Häufige Fragen
Muss ich alle Produkttexte neu schreiben?
Prüfe zuerst konkrete Lücken. Ein präziser Größenhinweis oder eine klare Kompatibilitätsangabe kann hilfreicher sein als ein vollständig neuer Werbetext.
Brauche ich eine llms.txt?
Google verwendet diese Datei für seine Suche nicht. Priorisiere die Produktseite, korrekte Daten und technischen Zugang. Andere Systeme können eigene Anforderungen haben. Googles Leitfaden
Werden meine Produkte danach in KI-Antworten empfohlen?
Das ist offen. Halte die Änderungen fest und prüfe anschließend relevante Kaufanfragen über mehrere Messungen.
Elano unterstützt dich bei der Analyse und der vereinbarten Umsetzung im Shop. So arbeitet Elano an deiner KI-Sichtbarkeit.